3. Erntefest mit Tücken

Heute ist Erntefest. Das Wetter ist eher bescheiden, es regnet nun schon seit Stunden, doch das ist Oana egal. Sie ist ohnehin voll auf mit den Vorbereitungen für das Festmahl beschäftigt und bemerkt das schlechte Wetter gar nicht.
Ein vegetarischer Truthahn soll es werden. Na, ob das was wird?

Wanda und Ace jedenfalls lassen sich nur zu gerne am Tisch nieder, um das liebevoll zubereitete Essen zu kosten.
Lecker aussehen tut es allemal. Und scheinbar schmeckt es ihnen auch vorzüglich.
Ace guckt zwar eher skeptisch drein, doch das liegt eher an Wandas Erzählungen über Georgio. Er kann dem Gedanken nicht viel abgewinnen, dass sein kleines Mädchen Zeit mit Jungs in ihrem Alter verbringt. Die wohlmöglich ihre Hände nicht bei sich behalten können.
Oder noch schlimmeres. Er mag es sich gar nicht ausmalen.

Oana gönnt sich gleich zwei Teller auf einmal ihres vegetarischen Truthahns. Na dann, guten Hunger!

Wanda ist ganz aufgeregt, als plötzlich einer dieser mysteriösen Festtagszwerge auftaucht. Eifrig wählt sie ein Geschenk aus und überreicht es ihm. Doch vielleicht sollte sie sich nicht zu früh freuen, denn das ausrangierte Spielzeug, das sie ihm gegeben hat, scheint ihm nicht sonderlich zu gefallen.

Wanda bekommt es mit der Angst zu tun, als der Zwerg mit einem lauten „Plopp“ teleportiert und plötzlich zusammen mit zwei weiteren Zwergen um den Schachtisch steht. Was haben die kleinen Gestalten nur vor?

Der Zwerg, der zuerst da war, sieht irgendwie wütend aus, beinahe schon garstig. Vielleicht sollte sie sich bei ihm entschuldigen?
Und das versucht sie dann auch. Inbrünstig fleht sie ihn um Vergebung für das misslungene Geschenk an.

Doch der Zwerg ist offenbar sehr nachtragend. Als Antwort auf ihr Flehen verpasst er ihr einen Stromschlag, der es in sich hat und Wanda durch Mark und Bein geht.
Danach steht sie benommen da und weiß einen Moment lang nicht mehr wo oben und wo unten ist. Grimmig starrt sie den Zwerg an.
Hat sie sich das nur eingebildet, oder hat dieses kleine Biest von Zwerg fies gekichert, als er sie elektrisiert hat?

Wenig später stehen die Zwerge wie drei kleine Engel vor dem Küchentresen, so als würden sie artig nach etwas zu essen fragen. Doch Wanda nimmt ihnen ihr Getue nicht mehr ab. Das sind kleine gemeine Kerle, allesamt! Jawohl!

Sie beschließt die Zwerge zu ignorieren und widmet sich lieber wieder ihrem Physikprojekt. Gute Noten bekommt man schließlich nicht ohne einen gewissen Fleiß.

Ace und Oana sind unterdessen zu beschäftigt mit sich selbst, um von dem Drama um die Zwerge wirklich etwas mitzubekommen. Wie zwei Teenager albern sie ausgelassen herum und kitzeln sich gegenseitig so lange bis der andere um Gnade fleht.

Nur um sich danach atemlos in die Arme zu sinken und eine Vielzahl zärtlicher Küsse auszutauschen. Hach ja! Süß die zwei!

Da ihre Eltern nur noch Augen füreinander haben, nutzt Wanda die Gunst der Stunde, als Georgio anruft und sie nach einem Date fragt und verlässt unbemerkt die Wohnung.
Sie treffen sich im angesagtesten Club von Windenburg, der angeblich dem Höllenfürsten selbst gehören soll. Jedenfalls herrscht hier eine höllisch gute Stimmung.

Wanda amüsiert sich prächtig und kann gemeinsam mit Georgio ihrer Leidenschaft, dem Tanzen, frönen. Dabei lässt sie sich auch nicht davon beirren, dass die wachsamen Augen von gleich vier Mitgliedern ihrer Familie auf ihr ruhen.
Als Spross der mittlerweile riesigen Bonny Familie trifft man eben überall auf Verwandte. Das ist unvermeidlich.

Das absolute Highlight des Abends ist jedoch, als Georgio sie fragt ob sie seine feste Freundin sein möchte. Wanda ist ganz aus dem Häuschen und muss diesen historischen Moment erst einmal für die Nachwelt festhalten.

Danach tauscht sie erst einmal einen langen zärtlichen Kuss mit ihrem Freund aus.
Hach, wie schön das klingt! Ihr Freund! Einer der beliebtesten Jungen an ihrer Schule. Sie kann es immer noch nicht so richtig glauben.

Auch Oana zieht es nach draußen. Als ihre ewig junge Tochter Rachel sie anruft und fragt ob sie mit ihr aus gehen will, kann sie einfach nicht nein sagen. Wer weiß wie viele solcher Gelegenheiten sie noch hat, um Zeit mit ihren Kindern zu verbringen?
Und Rachel sieht sie besonders selten, da diese als Vampir nur nachts das Haus verlassen kann, da das Sonnenlicht sie sonst umbringt.

Die beiden verbringen eine tolle Zeit im Requiem, das wie immer aus allen Nähten platzt. Auch Sam und Quentin sind da und feiern und tanzen mit ihrer Schwester und Mutter bis in die frühen Morgenstunden.

Danach macht Oana noch einen kleinen Spaziergang durch die herbstliche Landschaft Willow Creeks. Tief atmet sie die klare Luft ein und hängt ihren wehmütigen Gedanken nach.
Gerade als sie eine kleine Rast auf einer Parkbank einlegt, beginnt es zu schneien. Verwundert blickt sie hinauf in den Himmel und betrachtet staunend die weißen Flocken, die sacht zur Erde schweben.

Wie wunderschön es aussieht. So friedlich.
Sie könnte dem leise fallenden Schnee ewig zu sehen.

Wenn es nur nicht so kalt wäre.
Kurzerhand erhebt sie sich und zündet einen Laubhaufen an, um sich an dem Feuer zu wärmen.
Ah, das tut gut. Selig lächelnd streckt sie ihre Kehrseite den prasselnden Flammen entgegen.

Am nächsten Tag hilft Oana ihrer Tochter dabei ihr Schulprojekt für Physik fertig zu stellen. Eine gute Gelegenheit Zeit mit ihrer jüngsten zu verbringen.

Auch Ace möchte helfen, doch gerade als er sich mühsam hingekniet hat, springen Oana und Wanda auf und blicken begeistert auf die fertige elektrische Spule.
Tja Ace, da kommst du wohl ein wenig spät. Aber zumindest war der Wille da.

Als Trost dafür, dass er nicht mehr helfen konnte, spielt Wanda mit ihrem Vater eine Partie Schach. Das tun sie gerne zusammen und Wanda hat sich schon viele Tricks und Kniffe von Ace abgeschaut.

Doch mit einem Mal wird ihr ganz schummrig und alles scheint sich zu drehen.
Huch? Was ist denn plötzlich los mit ihr? Und was sind das für merkwürdige Flecken, die überall auf ihrem Körper auftauchen?

Panisch will sie schon ins Krankenhaus eilen, um sich von einem Arzt untersuchen zu lassen, doch kaum reißt sie die Haustür auf, sieht sie sich Valentina gegenüber, die auf einen Besuch vorbei gekommen ist.

Ihre Schwester drückt ihr lächelnd ein kleines Fläschchen in die Hand und meint, wenn sie das tränke bräuchte sie ihre Zeit nicht im Krankenhaus vergeuden. Sie wird sich augenblicklich besser fühlen, denn Urgroßmutter Annes „Medizin gegen jegliche Art von Gebrechen“ verfehle niemals seine Wirkung, weswegen Valentins auch immer ein Fläschchen bei sich trägt.
Skeptisch mustert Wanda den Inhalt der unscheinbaren Flasche und stürzt dessen Inhalt schließlich mutig hinunter.
Es schmeckt gar nicht mal so übel wie sie dachte.

Und – oh Wunder! – sie fühlt sich tatsächlich gleich viel besser! So als wäre nie etwas gewesen.
Hingerissen plaudert sie mit Valentina und hält diesen Moment schließlich mit einem gemeinsamen Selfie fest.

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